Anästhesie und Intensivmedizin

 Dr. med. Matthias Kubin mit seinem Anästhesie-Team; Foto: Waltraud Kubin

Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin am Verbundklinikum Landkreis Ansbach, Standort Dinkelsbühl, besteht seit 1979. Entscheidenden Anteil am Aufbau hatte der früh verstorbene Leitende Arzt Dr. Michael Beltle, der mit ungeheurem Engagement für eine sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht dem modernen medizinischen Standard entsprechende Ausstattung sorgte. Ihm verdankt das Krankenhaus außerordentlich viel.

Sein Nachfolger Dr. med. Matthias Kubin, setzt seit 1989 diese Arbeit kontinuierlich fort. Zur Seite stehen ihm dabei drei Oberärzte und zwei Assistenzärzte(-innen).

Oberarzt Dr. Burkhard Kallert ist der Stellvertreter des Chefarztes und übernimmt damit bei dessen  Abwesenheit die Gesamtverantwortung für die Abteilung. Als erster Vorsitzender des Dinkelsbühler Notarztvereines organisiert er den Notarztdienst auch im Krankenhaus und bildet die Kollegen für diese Aufgabe fort.

Oberarzt Dr. Böcker ist wegen seines zusätzlichen Pharmaziestudiums ein gefragter Ansprechpartner für alle Kollegen im Hause, wenn es um den Einsatz von Medikamenten, speziell von Antibiotika geht. Wegen seiner Weiterbildung in Schmerztherapie konnte er wertvolle Konzepte zur Behandlung unserer stationären und ambulanten Patienten entwickeln. Als hygienebeauftragter Arzt überwacht er gemeinsam mit Frau Eva Scheefer die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen.

Oberarzt Dr. Stefan Wieser nimmt die Aufgaben des Transplantationsbeauftragten wahr. Zudem verfügt er auf dem Gebiet der Palliativmedizin über eine Weiterbildung und berät auf Wunsch Patienten, Angehörige und Pflegepersonal, wenn es darum geht, einen todkranken Menschen, dessen Leben sich dem Ende zuneigt, auf seinem Weg zu begleiten.

Der Chefarzt der Abteilung, Dr. Matthias Kubin, ist der Transfusionsverantwortliche für die Häuser Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Er ist auch Leiter des Transfusionskomitees und zusammen mit den Kollegen seiner Abteilung zuständig für die ärztlichen Belange der gesamten Blutgruppenserologie.

Intensiv bemühen sich alle Ärzte der Abteilung durch gewissenhafte Planung der operativen Eingriffe und vor allem die Verwendung eines sogenannten Cell-Savers zur Blutwäsche die Gabe von Fremdblut auf wenige Notfälle zu beschränken. So können selbst große Hüft- und Kniegelenksoperationen in der Regel ohne Transfusionen durchgeführt werden. Die intraoperative und zum Teil auch postoperative Schmerzbehandlung liegt in den Händen der Narkoseärzte. Neueste Erkenntnisse und der Ein-satz modernster Technik (u.a. Schmerzkatheter, Schmerzpumpe) sind der Garant dafür, dass kein Patient über das erträgliche Maß hinausgehende Schmerzen erleiden muss. Die Schmerzambulanz steht auch ambulanten Patienten offen.

Auch die werdenden Mütter in der geburtshilflichen Abteilung können von unserem  Angebot profitieren, wenn sie sich für die sog. schmerzarme Geburt entscheiden. Sollte es doch einmal  zu einem Kaiserschnitt kommen, können die Patientinnen die Geburt ihres Kindes durch die Anwendung einer rückenmarksnahen Betäubung (weltweit das sicherste Verfahren für diesen Zweck), evtl. auch in Anwesenheit des Vaters bewusst miterleben. Es ist etwas ganz Einmaliges, auch bei einer operativen Entbindung den ersten Schrei des Kindes zu hören und es gemeinsam mit dem Vater gleich in den Arm nehmen zu können. Die Erstversorgung des Neugeborenen wird gemeinsam von unseren Geburtshelfern und Hebammen vorgenommen, in Notfällen werden auch die Ärzte der Narkoseabteilung und ein Kinderarzt/-in hinzugezogen.  

Im Jahr werden über 5000 Anästhesieleistungen erbracht. Es stehen vier Operationssäle und zwei Aufwachräume zur Verfügung, die apparativ bestens ausgestattet sind. Moderne Narkose- und Überwachungsgeräte geben unseren Patienten ein Optimum an Sicherheit. Für die fachlich und menschlich kompetente Betreuung stehen neben den Narkoseärzten/-innen sechs Anästhesiesiepfleger/-innen mit langjähriger Erfahrung unter der Leitung von Herrn Roland Kowalzik und seinem Vertreter, Herrn Thomas Kolb, bereit. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den operativen Abteilungen gelingt es uns, den Patienten die verständliche Angst zu nehmen und ihnen jeder Zeit das Gefühl zu geben, bei uns in sicheren Händen zu sein.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt den jüngsten Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen. Die Verwendung von Beruhigungsmitteln, Schmerzpflastern und vor allem die Anwesenheit der Eltern in der Einschlaf- und Aufwachphase sorgen in der Regel für einen ruhigen und stressarmen Verlauf für alle Beteiligten.

Ein Glanzstück unserer Klinik ist sicherlich die helle und freundliche, großzügig ausgestattete Intensivstation. In einem mit großen Fenstern, die das Tageslicht herein lassen, ausgestatteten übersichtlichen Raum können unsere schwerstkranken Patienten medizinisch und pflegerisch hervorragend versorgt werden. Es besteht die Möglichkeit, Patienten, die weitgehend Ruhe und die intensive Zuwendung ihrer Angehörigen brauchen, in abtrennbaren Einzelzimmern unterzubringen.

Rund um die Uhr sind unsere Intensivpflegekräfte unter der Leitung von Herrn Markus Eisen und Frau Karin Beck bemüht, nicht nur eine professionelle Pflege zu gewährleisten, sondern, was ebenso wichtig ist, eine Atmosphäre zu schaffen, die Patienten und Angehörigen die Angst vor einer Intensivstation zu nehmen vermag. So gelingt es unseren Pflegern/-innen gemeinsam mit den dort tätigen Ärzten/-innen, trotz aller notwendigen Technik ein fast familiäres Ambiente zu schaffen. Dazu trägt vor allem auch das hervorragende Arbeitsklima bei, die meisten Mitarbeiter/-innen sind seit Jahren, manche sogar von Beginn an dabei.
Für unsere Intensivpatienten ist rund um die Uhr ein  Arzt/Ärztin verfügbar. Er/sie stehen auch nach Möglichkeit immer als Ansprechpartner/-in für die Angehörigen zur Verfügung.

Eine großzügige Besuchszeitenregelung auf der Intensivstation beweist, wie sehr wir die Nähe der Angehörigen für unsere Patienten wünschen. So sind wir davon überzeugt, unseren Kranken eine Versorgung garantieren zu können, die nicht nur dem hohen medizinischen Standard gerecht wird, der heutzutage Selbstverständlichkeit ist, sondern ihnen darüber hinaus auch noch jene menschliche Nähe und Wärme zu bieten, die für die Heilung von eminenter Bedeutung sind.